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Diskussion um Homöopathie als Kassenleistung

Werden homöopathische Mittel als Kassenleistung abgeschafft?

Die Ankündigung der französischen Gesundheitsministerin, dass Homöopathie im Nachbarland ab 2021 nicht mehr von den Krankenkassen übernommen werden soll, hat auch in Deutschland eine Diskussion über die Kostenerstattung solcher Behandlungen durch die Krankenkassen entfacht. Mit Erwin Rüddel, dem Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses des Bundestags, hat ein prominenter Gesundheitspolitiker der CDU ein mögliches Ende der Kostenerstattung ins Gespräch gebracht. Zuvor hatte sich schon der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Dr. Andreas Gassen gegen eine Fortführung der Kostenübernahme für homöopathische Leistungen ausgesprochen. Auch aus den Reihen der SPD und der FDP sind kritische Stimmen gegen die Erstattung der Kosten von homöopathischen Behandlungen vernehmbar. Die gesundheitspolitische Sprechering der SPD-Bundestagsfraktion Sabine Dittmar sagt, dass die Wirksamkeit homöopathischer Mittel nicht nachgewiesen sei, weshalb sie es kritisch sieht, diese Mittel durch die Allgemeinheit der Kassenpatienten zu finanzieren. Christine Aschenberg-Dugnus von der FDP möchte jedem die Option, sich mit homöopathischen Mitteln zu versorgen, erhalten - aber auf "Selbstzahlerbasis", wie sie sagt. AfD und Linke sehen keinen direkten Anlass für ein Verbot der Kostenerstattung von Homöopathie.

Bei der Erstattung der Kosten von homöopathischen Leistungen handelt es sich nicht um einen festen Teil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen. Dennoch erstatten viele Kassen die entsprechenden Behandlungskosten. Laut eines Berichts des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie gaben die Kassen 2017 10,5 Millionen Euro für homöopathische Leistungen aus. Dies entspricht etwas 0,03 Prozent der Gesamtausgaben für Arzneimittel.